Kölner Golfgespräche

 

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Das Deutsche Golf Archiv der  Sporthochschule Köln veranstaltete zusammen mit golf manager und Golf Report Köln das

XVI. Kölner Golf Gespräch am Donnerstag, 5. November 2009, ab 18.00 Uhr

mehr dazu s. unten: Bisherige Themen
 

Veranstaltungsort: Maritim Hotel Köln, Heumarkt 20, Tel.: 0221-20270

Um Anmeldung für diese kostenfreie Veranstaltung per Email  ( golfarchiv@dshs-koeln.de ) wird gebeten.

 

Bisherige Themen:

XVI 05.11.2009    Golf & Natur:
Marketing-Tool, Einsatz und Gewinn, Hartmut Schneider

XV  05.03.2009    "Bronze - Silber - Golf" - Wird Golf ab 2016 wieder olympisch?, PD Dr. Stephan Wassong (Liverpool Hope University)

spezial   8.5.08    Neue orthopädische Aspekte des Amateur- und Profi-Golfsports, Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Klaus Steinbrück

XIV 03.04.2008    "Golf wirkt" - gesundheitlicher Nutzen des grünen Sports, Dr. med. Holger Herwegen

XIII 25.10.2007    "Eva am roten Tee" - Damengolf in Deutschland, Uschi Beer

XII  06.11.2006    100 Jahre Golf in Deutschland, Dr. Volker Mehnert

XI   27.04.2006    VcG - Erfolgsmodell im deutschen Sport, Michael Schorn

X    24.10.2004    "Warum hat der Golfball so viele Dimples?", Prof. Dr. Helmut Appel

IX   08.05.2003    GOLFLOGIC - der logische Weg zum freien Schwung, Kathrin Appell / Dr. Harald Buck

VIII 07.11.2002    Die neue Leistungssportstruktur des DGV, Katja Bayer  

VII  25.04.2002    Trendgolf - ein Golftrend?, Rainer Preißmann

VI   31.10.2001     Moderne Sportverbände - Verband der Vereine oder Verband der Verbände, Dr. h.c. Georg Anders

V    19.04.2001     Das "UNIVERSAL GOLF LEARNING SYSTEM (UGLS)", Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Grosser

IV   02.11.2000    Golf - Country-Image für Städter, Karl F. Grohs

III   04.04.2000    Golf am Niederrhein, Dr. phil. Heiner Gillmeister

II    15.10.1999     "Golf kredenzen", Harry Valérien

I     18.05.1999     Auftaktveranstaltung im GC Am Alten Fliess, Dr. Falk Billion / Pieter Schwarze


XVI. Kölner Golf Gespräch am 5.11.2009

Golf & Natur: Marketing-Tool, Einsatz und Gewinn

Rekord-Beteiligung beim XVI. Kölner Golf Gespräch am 5.11.2009. 65 Teilnehmer waren der Einladung des Deutschen Golf Archivs ins Maritim Hotel gefolgt – mit guten Grund: das Programm „Golf und Natur“ des Deutschen Golf Verbandes (DGV), das in Zusammenarbeit mit der Rasen-Fachstelle der Universität Hohenheim (RFH) , dem Greenkeeper Verband Deutschland e.V. (GVD) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) entwickelt wurde. Den Auftakt bildete die Präsentation von Hartmut Schneider, dem Leiter der RFH. Er stellte das Qualitätsmanagementprogramm unter dem Aspekt „Marketing-Tool, Einsatz und Gewinn“ vor und erklärte anschaulich dessen Inhalte.


 (v.l.) Elmar Claus (Golfmanager, Haus Bey), Moderation: F.J. Ungerechts (Köllen-Verlag, Bonn), Hubert Kleiner (Präsident, Greenkeeper Verband Deutschland), Hartmut Schneider (Referent), Michael Pütsch (Bundesamt für Naturschutz, Bonn), Marc Biber (DGV)                                               Foto: Klaus Voit
 

Der erste Schritt ist die Absichtserklärung
Zu Beginn steht die Absichtserklärung, die zumeist nach einer kostenlosen Information durch die DGV-Geschäftsstelle erfolgt. Nach einer Bestandsaufnahme in Eigenregie erstellt die jeweilige Golfanlage in Zusammenarbeit mit einem DGV-Berater den konkreten Entwicklungsplan. Bis zu zwei Jahre sind für die erste Umsetzung der Maßnahmen vorgesehen. Den Abschluss bildet die detaillierte Begutachtung vor Ort durch Umweltberater des Golfverbandes und unabhängige Auditoren der Frankfurter DQS GmbH. Bei erfolgreicher Umsetzung der angestrebten Maßnahmen und erkennbaren Fortschritten im Qualitäts- und Umweltmanagement wird eine Zertifizierungs-Urkunde überreicht. Die bekannten Auszeichnungen in Bronze, Silber oder Gold hängen auch mit der Dauer der Teilnahme am Programm zusammen und dokumentieren den Weg zur Erreichung grundlegender Qualitätsstandards.
Franz Josef Ungerechts, Chefredakteur der Fachzeitschriften golfmanager und Greenkeeper's Journal, vertiefte das Thema als Moderator einer Experten-Runde in der anschließenden Diskussion mit den Zuhörern. Dabei standen ihm Marc Biber (DGV), Elmar Claus (Golfanlage Haus Bey), Hubert Kleiner (GVD-Präsident), Michael Pütsch (BfN) sowie der Referent zur Seite. Wie kann "Golf und Natur" Teil eines integrierten Qualitäts-Managements auf den Golfanlagen werden? Welchen Aufwand müssen die Beteiligten betreiben? Was bringt es den Golfanlagen überhaupt?
Elmar Claus, Geschäftsführer der ersten mit Silber zertifizierten Anlage in NRW, hatte hierzu eine klare Position. Ein finanzieller Erfolg könne nicht direkt gemessen werden. Natürlich müsse man zuerst einmal investieren, doch die Vorteile für die Golfanlage sind aus seiner Sicht größer als der Aufwand. Haus Bey nutzt das Zertifikat „Golf und Natur“ als Alleinstellungsmerkmal in einem Umfeld mit konkurrierenden Golfanlagen. Einige neue Mitglieder konnten wegen der guten Pflege der Golfanlage gewonnen werden.

Image-Zugewinn,  Arbeitssicherheit und Kosteneinsparung
Darüber hinaus ist der Image-Zugewinn nicht zu unterschätzen. „Das Verhältnis zu Behörden, Vereinen und Interessengruppen, die Golfanlagen in der Vergangenheit oftmals kritisch gegenüberstanden, hat sich seit der Teilnahme deutlich entspannt“, so Claus. Michael Pütsch, im Bundesamt für Naturschutz zuständig für Tourismus und Sport, wies darauf hin, dass es ein hohes naturschutzfachliches Potential auf Golfplätzen gibt. Golfsport kann ein Partner des Naturschutz sein indem gemeinsam dieses Potential genutzt und entwickelt wird.
Natürlich steht am Anfang ein gewisser zeitlicher Mehraufwand für alle Beteiligten. Wenn die neuen Vorgaben klar festgelegt sind, ist das Programm sogar eher eine Erleichterung und die Arbeitssicherheit wird wesentlich erhöht. Viele der Anforderungen müssten sowieso auf jeder Golfanlage eingehalten werden. „Golf und Natur“ deckt mit der Bestandsaufnahme Schwachpunkte auf, die die Verantwortlichen im Schadensfall teuer zu stehen kommen können, wusste Marc Biber, zuständig für den Bereich Umwelt & Platzpflege im DGV. In diesem Fall wären die Investitionen für die Teilnahme am „Golf und Natur“-Projekt sinnvoller angelegt.

Mitglieder haben das Gefühl, ihren Beitrag für eine bessere Umwelt zu leisten
In der Diskussion kam die Frage auf, ob Betreibergesellschaften, bei denen die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen (müssen), eine Entwicklung in Richtung Naturschutz eher bremsen. Matthias Nicolaus, Club-Manager und Präsident des Golf Management Verband Deutschland e.V., sieht in „Golf und Natur“ jedoch auch eine große Chance, den Wert Nachhaltigkeit im Clubleben zu verankern. Sich in der Natur zu bewegen steht für die überwiegende Mehrheit der Golfer als Motiv an erster Stelle. Gerade in der heutigen Zeit, in der Themen wie erneuerbare Energien und Klimawandel nahezu täglich in den Medien präsent sind, stehen die Mitglieder diesen Bestrebungen offen gegenüber. Hinzu kommt, dass durch Transparenz und geschickte Kommunikation (intern wie extern) auch die Arbeit der Verantwortlichen – insbesondere der Greenkeeper – erleichtert wird, so Hubert Kleiner. Marc Biber fügte hinzu, dass eigens ein Fragebogen für die Mitglieder entwickelt wurde. Durch ihre Teilnahme an der Befragung und ihre Antworten werden sie aktiv in das Projekt mit einbezogen; auf diese Art könne auch eine Steuerung der Pflegeschwerpunkte im Sinne des Kunden erfolgen.

Grundsätzlich für alle Golfanlagen geeignet
Die Frage, ob das Projekt „Golf- und Natur“ für jede Golfanlage geeignet ist, konnte grundsätzlich mit „Ja“ beantwortet werden. Es gibt jedoch K.O.-Kriterien, so Hartmut Schneider. Eine Golfanlage, die beispielsweise in ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen Umweltauflagen verwickelt ist, hat keine Chance. Sinnvoller ist es, schon heute auf eine strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu achten. Dann ist der Weg zu Bronze, Silber und Gold oftmals nur noch ein kleiner Schritt. Vier weitere Golfanlagen aus NRW und Rheinland-Pfalz interessierten sich direkt im Anschluss an das XVI. KGG für die Teilnahme an dem „Golf und Natur“-Programm.

Norbert Hausen / Kuno Schuch

 

XV. Kölner Golf Gespräch am 5. März 2009

"Bronze - Silber - Golf" - Wird Golf ab 2016 wieder olympisch?

Die internationalen Golforganisationen haben gelernt und sind auf dem richtigen Weg. Dies ist das Fazit des Gastvortrages von  Dr. Stephan Wassong.   

Nach den Kurzauftritten bei den Spielen in Paris 1900 und St. Louis 1904 bemühen sich die Golfer seit den 1980er Jahren um die Neuaufnahme in das olympische Programm. 2005 in Singapur konnte sich keine der zur Wahl stehenden Sportarten während der Session des International Olympischen Komitees (IOC) durchsetzen. Anfang Oktober wird das IOC erneut abstimmen und die Golfbewerbung ist diesmal wesentlich besser aufgestellt. Seit Sommer 2008 fungiert das „Olympic Golf Committee“ der International Golf Federation als Koordinator und würde bei einer erfolgreichen Bewerbung den direkten Ansprechpartner des IOC für die weiteren Planungen darstellen. Und jetzt unterstützen alle Profi-Organisationen die olympischen Golf-Ambitionen. Dies unterstreicht auch die Auswahl des Direktors: Ty Votaw war vorher u.a. für die amerikanische Damen-Tour verantwortlich und gehörte zu den Managern der US PGA-Tour. Dort spielen jeweils die internationalen Top-Athleten.

Dr. Wassong zeigte auch klar, das die Doping-Richtlinien der WADA eine weitere Hürde für die Anerkennung als olympische Sportart darstellen. Der Golfsport hat in den vergangenen Monaten in diesem Bereich nachgebessert und ist weltweit bestrebt, diese juristischen Fragen zu klären.

Eine Gesprächsrunde mit der Ladies European Tour-Spielerin Bettina Hauert, dem Vizepräsidenten des DGV, Jürgen Th. Weghmann und dem Referen-ten im Anschluss an den Vortrag gab Raum für eine ausführliche Diskussion. Bettina Hauert unterstrich als ehemalige Solheim Cupperin und ‚Patin’ des DGV bei ‚Jugend trainiert für Olympia’ ihr großes persönliches Interesse an einer Olympia-Teilnahme: „Das wäre Gänsehaut pur für mich.“ Die positiven Effekte für den Golfsport hob der DGV-Vizepräsident hervor und er hofft auf einen großen Schub, nicht nur für den Leistungsbereich. Herr Weghmann erläuterte auch die hilfreichen Signale aus dem deutschen Sport auf gezielte Lobby-Aktivitäten des Verbandes.

Zusammen mit dem Referenten wünschten die etwa 50 Teilnehmer der Golfbewerbung „good luck“ für die IOC-Abstimmung. Dann wird auch über die ausrichtende Stadt entschieden. 2016 könnte in Chicago, Madrid, Rio oder Tokio aufgeteet und um olympische Medaillen gescort werden.

 

 

 KGG spezial am 8. Mai 2008, DSHS Köln (Hö 1)

Neue orthopädische Aspekte des Amateur- und Profi-Golfsports

Klaus Steinbrück ist ein Mann der Praxis. Seit 2005 ist er an der Orthopädischen Klinik Stuttgart-Botnang tätig. Bis dahin war Professor Steinbrück viele Jahre Chefarzt der Sportklinik Stuttgart.1990 organisierte er das internationale Symposium Golfsport und 1999 erschien das Themenheft Golf der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) unter seiner Regie. Zusätzlich fungierte Klaus Steinbrück als Turnierarzt der Mercedes German Masters.

Er kennt die Verletzungen und Verschleißerscheinungen der Golferinnen und Golfer aus der täglichen Praxis: Welche Therapiemöglichkeiten sind effektiv und welche modernen Operationstechniken versprechen wirklich Heilung? Diese und weitere Fragen erörterte Klaus Steinbrück, ging detailliert auf orthopädische Problemzonen des Golfsports ein und gab in einer Diskussionsrunde Tipps für das tägliche Spiel.

 

 

XIV. Kölner Golf Gespräch am 3. April 2008

"Golf wirkt"  -  gesundheitlicher Nutzen des grünen Sports

Golf entwickelt sich in Deutschland immer stärker zu einem gesundheitsorientierten Life-time-Sport. Kinder erleben den Golftag an der frischen Luft, Middle-Ager finden Entspannung auf dem Platz und Best-Agern bietet das Spiel individuelle Herausforderungen mit oder ohne Leistungsdruck.

Neben den vielfältigen gesundheitlichen Vorteilen wird die Initiative: Ein Schlag gegen den Schlag (Golf für Schlaganfall-Patienten) vorgestellt, die im Rheinland am Gut Clarenhof (Konzept-Golf Uli Paetzel) ein Zuhause hat.


Holger Herwegen (Golfakademie Paderborn), Winni Bellinghausen (Konzept-Golf Gut Clarenhof: Initiative Ein Schlag gegen den Schlag), Angela Oelschlägel (DGV), Kuno Schuch (DGA Köln) Foto: Klaus Voit, Odenthal

 

XIII. Kölner Golf Gespräch am 25. Oktober 2007

"Eva am roten Tee" - Damengolf in Deutschland

Uschi Beer war vielfache Nationalspielerin, Kapitänin der Damen-Nationalmannschaft, Geschäftsführerin der DGV-Tochter Deutsche Golf  Sport GmbH und ist als Autorin und über Coaching-Angebote auch heute eng mit dem Golfsport verbunden.

Mit diesen Erfahrungen gab Sie Einblicke in den nationalen und internationalen Leistungssport, stellte historische Entwicklungen dar und lenkte die Aufmerksamkeit auf Frauen, die Einfluß in der Golfszene haben: so ist z.B. Marion Thannhäuser seit Oktober Präsidentin der European Golf Association und Bettina Hauert, Kiki Schallenberg sowie Sandra Gal etablierten sich 2007 auf den internationalen Damen-Touren. Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten den ausführlichen Darstellungen und eröffneten die Fragerunde.

 

XII. Kölner Golf Gespräch am 6. November 2006

100 Jahre Golf in Deutschland - Episoden deutscher Golfhistorie

Volker Mehnert ist Golf- und Reisejournalist, u.a. für die FAZ. Seit Dezember 2003 begleitet er die Erstellung der offiziellen DGV-Chronik: 100 Jahre Golf in Deutschland als Autor und Verlagslektor.
Deutsche Golfgeschichte ist voller Ereignisse und erstaunlicher Wendungen. Volker Mehnert präsentierte, zusammen mit Dietrich R. Quanz, Abschnitte aus über 100 Jahren Golf in Deutschland den gut 50 Gästen in einem interessanten und abwechslungsreichen Vortrag.


 

XI. Kölner Golf Gespräch am 27. April 2006

VcG - Erfolgsmodell im deutschen Sport
 

Die VcG ist ein Erfolgsmodell, dies hat die Präsentation von Michael Schorn (Geschäftsführer der Vereinigung clubfreier Golfspieler in Wiesbaden) bestätigt. Auch die Projekte „Abschlag Schule“ sowie „pay & play“  werden das (öffentliche) Golfspiel in Deutschland langfristig fördern. Die Argumente, auf eigene VcG-Plätze zu verzichten, haben in der Diskussion überzeugt. Die zukünftige Entwicklung der VcG wird das DGA aufmerksam verfolgen.

Mit der Art seiner Präsentation hat Herr Schorn die interessante, sachliche und kompetente Gesprächsrunde im Anschluss an seinen Vortrag begünstigt.

Nach dem Golfgespräch fand ein Rundgang durch die Ausstellung: 15 Jahre Golf im Osten im Foyer der DSHS Köln statt

 

 

X. Kölner Golf Gespräch am 28. OKtober 2004

  "Warum hat der Golfball so viele Dimples?"

Sogar Nicht-Golfer erkennen einen Golfball an den vielen Dellen auf seiner Oberfläche. Diese so genannten Dimples besitzt z.B. auch der (Feld-) Hockey-Ball. Und nicht nur Bälle haben „Grübchen“: sowohl im Motorsport als auch bei der ICE-Entwicklung werden die physikalischen Vorteile von Dimples auf Helmen oder Zügen untersucht.

Für den Golfsport sind die Eigenschaften von enormer Bedeutung, da ein gedimpleter Ball richtungsstabiler und um bis zu 70 Prozent weiter fliegt. Für mehr Auftriebskraft und damit noch mehr Weite sorgt der Backspin, den gute Golfer bei ihrem Schlag erzeugen. Dabei kommen zwischen 30-130 Umdrehungen/Sekunde zustande.

Der Referent Prof. Appel erläuterte zudem, wie durch verschiedenen Formen der Dimples (in Kreis- oder Sechseckform) und verschiedene Tiefen (0,1-0,3mm) heute über 600 verschiedene Muster existieren. Dabei ist das oberste Ziel der Entwickler eine möglichst große Abdeckung der Balloberfläche mit Dimples. Sie lag in den 1990ern bei ungefähr 80 Prozent, die durch bis zu sieben verschiedene Größen auf einem Ball erreicht wurde und heute noch höher.

Neben dieser genauen Betrachtung der Konstruktionsmerkmale ging der Referent auf die geschichtliche Entwicklung des Balles ein. Ganz erstaunlich war dabei die Tatsache, dass sich die Regelgremien erst 1989 auf eine einheitliche Größe des offiziellen Golfballes einigen konnten. Zuvor wurde je nach Veranstaltungsort mit zwei unterschiedlichen Größen gespielt. Wer heute bei einem (Profi-)Turnier keine Disqualifikation riskieren will, sollte sicher gehen, dass der gespielte Ball auf einer halbjährlich erscheinenden Liste mit ca. 1.600 freigegebenen Bällen auftaucht.

Am meisten interessierte die ca. 50 Zuhörer, ob eine Kaufempfehlung gegeben werden kann. Prof. Appel verwies auf die aufschlussreichen Kataloge der Hersteller, die je nach gewünschter Eigenschaft des Flug- und Rollverhaltens bzw. Spielstärke des Golfers maßgeschneiderte Lösungen anbieten.

 

IX. Kölner Golf Gespräch am 8. Mai 2003 

Ein logischer Weg zum freien Schwung

Frau Kathrin Appell (PGA-Professional in Golf Burgkonradsheim und Diplom-Sportlehrerin) stellte zusammen mit Dr. Harald Buck (Das Zentrum – Praxis für Sporttraumatologie / Köln) das Programm „Golflogic“ im Rahmen der Kölner Golf Gespräche vor. Die neunte Auflage dieser Veranstaltung fand mit 40 Teilnehmern diesmal wieder im Dorint Kongress-Hotel statt. Bei der Suche nach dem guten persönlichen Schwung wird häufig vergessen, dass die Umsetzung des biomechanischen Ideals nur über die Bewegungen des Körpers möglich ist. Individuelle körperliche Voraussetzungen verursachen zum Teil deutliche Abweichungen vom Bewegungsideal. Frau Appell verdeutlichte dies mit Videoaufzeichnungen und stellte die Auswirkungen auf Schwungmuster und Schlagergebnis aus golffachlicher Sicht dar.

Die Ursachen dieser „Kompensationsbewegungen“ präsentierte Harald Buck im zweiten Teil dieses Golfgespräches. Muskelverkürzungen, Fehlhaltungen und sonstige Beeinträchtigungen  bei den jeweiligen Probanden wurden über präzise Analyseverfahren erfasst und lokalisiert. Das gezielte, golfspezifische Trainingsprogramm (auf der Basis dieser Analysedaten zusammengestellt) und individuelle Verbesserungen wurden im Anschluss verdeutlicht. Dabei zeigte sich die Zusammenarbeit zwischen Golf- und Gesundheitsexperten als sehr sinnvolle Kombination.

Abschließend konnten die Gäste unterschiedliche Aspekte des „Golflogic“-Konzeptes in der Praxis kennenlernen und sich mit den  Referenten über weitere Details austauschen. Unter den Teilnehmern war neben mehreren Dozenten aus Paderborn und Köln auch der Golf-Professional Benjamin Schlichting, der seit einiger Zeit nach diesem Konzept trainiert.

 

  

Foto: Alexander Steinbrück