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Über weitere Veranstaltungen zum Ende der Saison wird an dieser Stelle informiert
Das
Deutsche Golf Archiv der
Sporthochschule Köln
veranstaltete zusammen mit
golf manager
und Golf Report Köln
das
XVIII. Kölner Golf Gespräch am Donnerstag, 18. November 2010: Referenten: Golf = Schulsport – diese Gleichung stimmt Golf ist eindeutig ein Sport für Kinder und Jugendliche. Darin waren sich die Referenten, Rainald Bierstedt und Heidrun Klump, beim 18. Kölner Golf Gespräch im Maritim-Hotel einig. Und sie präsentierten reichhaltige Möglichkeiten, den grünen Sport in der Schule anzubieten. Besonders mit der Initiative „Abschlag Schule“, die seit 1999 von den Golforganisationen deutschlandweit ausgebaut wird. Dabei ist insbesondere die positive Unterstützung durch die Sportpädagogen entscheidend. Über den gesamten Zeitraum haben ca. 3.000 Sportlehrerinnen und Sportlehrer an gezielten Golf-Fortbildungen teilgenommen. Auch dem Deutschen Golf Verband (DGV) ist die zentrale Funktion der Fachlehrer bewusst. Auf dem außerordentlichen Verbandstag am 19. November stimmte eine große Mehrheit der Delegierten für einen erhöhten Verbandsbeitrag, u.a. für die Durchführung bundeseinheitlicher Lehrerfortbildungen. Alle Sportpädagogen werden derzeit unterstützt, wenn sie Programme in Golfanlagen aus diesen drei Stufen anbieten: - zwei Schnuppertage mit den Golflehrern vor Ort - Golf-Arbeitsgemeinschaft über ein Schul-Halbjahr - Golf AG (wie oben) mit Beteiligung an den Fahrtkosten Als besonders hilfreich hat es sich erwiesen, wenn die Partneranlage in direkter Nähe zur Schule liegt. Neben diesen Praxiskursen hat sich seit einigen Jahren auch das Spektrum an weiterführender Literatur vergrößert. Mit Schriften wie „Golf in der Schule“, „Golfen ist cool“ oder „Grundwissen Golf“ und DVD’s (z.B. „Pädagogisches zum Thema Golf“) gibt Rainald Bierstedt sein umfangreiches Praxiswissen weiter. Er zeigt damit deutlich, welche vielfältigen Möglichkeiten die Verbindung von Golf mit weiteren Fächern bietet. Die Inhalte gehen weit über die reine Vermittlung von Bewegungsabläufen hinaus und die Golfbegeisterung lässt als Lernplattform z.B. in Physik, Englisch und Kunst nutzen. Die Standardpublikationen des DGV zum Thema werden am Textende aufgeführt. Für seine Schülerinnen und Schülern fand Bierstedt in Bad Saarow viel Unterstützung. Auf der Anlage des jetzigen Arosa-Resorts Scharmützelsee in Brandenburg wurde im Jahr 2000 schon die Mannschafts-WM der Amateure ausgetragen. Für diese Turniere konnten damals etwa 70 Jugendliche in Kooperation mit dem DGV an einem Caddie-Projekt teilnehmen. Und in den Wintermonaten lässt sich Golf z.B. im Stationsbetrieb als Hallensport durchführen. Beide Referenten gaben dazu konkrete Tipps und zeigten kreative Beispiele, wie mit vorhandenen Sportgeräten Trainingsangebote gestaltet werden können. Das große Engagement des Bayerischen Golfverbandes (BGV) präsentierte Frau Klump. Als Geschäftsführerin und Sportdirektorin liegt ihr die Entwicklung von Kinder- und Jugendgolf besonders am Herzen. So konnte der BGV im Jahr 2008 innerhalb seines Schulgolf-Konzeptes sehr erfolgreich eine Initiative speziell für Ganztagsschulen starten. Mit Förderung des Kultusministeriums soll die Golfbegeisterung dort entwickelt werden, wo die Kinder immer mehr ihrer Tageszeit verbringen – in der Schule. Auch Birgit Leger, Dozentin an der Deutschen Sporthochschule Köln und Leiterin des Sportlehrer-Ausbildungszentrums (SpAZ), stellte dieses Potenzial in der anschließenden Diskussionsrunde heraus. Schon seit 1996 gibt es im BGV die C-Trainer-Ausbildungen: „Kinder- & Jugendgolf“ sowie „Schul- und Breitensport“. Mit dem „Jugend Assistent Golf“ ab 2002 waren die Bayern der erste Landesverband, der diese Vorstufe z.B. für interessierte Jugendliche aus den Golfclubs angeboten hat. Ein sehr hoher Prozentsatz dieser Jugendassistenten erwirbt im Anschluss die C-Trainer-Lizenz und steht damit für kompetente Nachwuchsarbeit in den Clubs zur Verfügung. Heidrun Klump wird sich weiter dafür einsetzen, jugendfreundliche Golfanlagen zu fördern und zusätzliche Clubs für dieses Ziel zu gewinnen. Denn wer in jungen Jahren eine gewisse Zeit Golf gespielt hat, behält diese Fähigkeiten sein Leben lang; das ist wie Schwimmen oder Rad fahren. Man kann als Erwachsener immer wieder darauf zurückgreifen und wird leichter Zugang zum Golfsport finden. Zusammen mit der Integration in den weltweit größten Schulsport-Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ sind vielfältige Ansatzpunkte vorhanden. Mit Blick auf die olympischen Golfturniere 2016 und insbesondere 2020 könnte das ein oder andere Talent in diesen Projekten zur Nachwuchsförderung noch entdeckt werden. Golf – eine Bereicherung der schulsportlichen Angebote Aus der Praxis für die Praxis vermittelt dieser Band von R. Bierstedt alles Wissenswerte für die Umsetzung von Golf-Angeboten für Schülerinnen & Schüler, insbesondere der weiterführenden Schulen. Schon 18 x angedacht & vorbereitet, aber wie
erklär ich’s meinem Kollegium? Wenn Sie jetzt noch mehr zu Golf in der Schule erfahren wollen, dann ist dieses Buch genau richtig für Sie. Auf über 200 Seiten stellt der Autor gut strukturiert sein umfassendes Wissen zur Verfügung. Dies beginnt mit den pädagogischen Werten, die der Golfsport bietet und welche gerade mit dieser Sportart vermittelt werden können. Kreativ werden die verschiedenen Golfschläge im Stationsbetrieb durchgespielt. Das kindgerechte Training steht dabei im Mittelpunkt und der Übungsaufbau ist den Gegeben-heiten in der Schule angepasst (Kapitel II. Über die pädagogische Seite des Golfens). Ganz besonders hilfreich ist das
umfangreiche Kapitel IV. Aus der Schulgolfpraxis. Neben vielen Beispielen
für den Unterricht (z.B. auch in der Halle und mit Einbeziehung vorhandener
Geräte) präsentiert Rainald Bierstedt Golf u.a.: Auch der umfangreiche Lehrplan für das
Wahlpflichtfach Golf in Kapitel VI. (mit Differenzierungen für die
Jahrgangsstufen 7- 10) ist durchdacht und versetzt in die Lage, Golfangebote zu
konzipieren. Golf ist ein Sport für alle Lebensphasen. Aktivität bis ins hohe Alter ist gewünscht und mit Blick auf den demographischen Wandel gesellschaftspolitisch bedeutsam. Das Erlernen der Grundfertigkeiten im Schulalter bietet die Basis, auf der die Schülerinnen & Schüler jederzeit aufbauen können. Es wäre wünschenswert, wenn mehr Menschen in Deutschland schon während ihrer Schulzeit den Golfsport kennen lernen. Bierstedt, R.: Golf in der Schule.
Eine Handreichung für Lehrer, Books on Demand (2008) Veranstaltungsort: Maritim Hotel Köln,
Heumarkt 20, Tel.: 0221-20270
Bisherige
Themen: XVI 05.11.2009 Golf & Natur: Marketing-Tool, Einsatz und Gewinn, Hartmut Schneider XV 05.03.2009 "Bronze - Silber - Golf" - Wird Golf ab 2016 wieder olympisch?, PD Dr. Stephan Wassong spezial 8.5.08 Neue orthopädische Aspekte des Amateur- und Profi-Golfsports, Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Klaus Steinbrück XIV 03.04.2008 "Golf wirkt" - gesundheitlicher Nutzen des grünen Sports, Dr. med. Holger Herwegen XIII 25.10.2007 "Eva am roten Tee" - Damengolf in Deutschland, Uschi Beer XII 06.11.2006 100 Jahre Golf in Deutschland, Dr. Volker Mehnert XI 27.04.2006 VcG - Erfolgsmodell im deutschen Sport, Michael Schorn X 24.10.2004
"Warum hat der Golfball so viele Dimples?", Prof. Dr. Helmut Appel VIII 07.11.2002 Die neue Leistungssportstruktur des DGV, Katja Bayer VII 25.04.2002 Trendgolf - ein Golftrend?, Rainer Preißmann VI 31.10.2001 Moderne Sportverbände - Verband der Vereine oder Verband der Verbände, Dr. h.c. Georg Anders V 19.04.2001 Das "UNIVERSAL GOLF LEARNING SYSTEM (UGLS)", Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Grosser IV 02.11.2000 Golf - Country-Image für Städter, Karl F. Grohs III 04.04.2000 Golf am Niederrhein, Dr. phil. Heiner Gillmeister II 15.10.1999 "Golf kredenzen", Harry Valérien I 18.05.1999 Auftaktveranstaltung im GC Am Alten Fliess, Dr. Falk Billion / Pieter Schwarze
XVII. Kölner Golf Gespräch am 1.4.2010
präsentierte Carola Kammerinke ihren Erfahrungsschatz zu der Vorbereitung und Durchführung von Golfevents. Neben den vielfältigen Schritten der Planung, Abstimmung und Kontaktpflege gab die Referentin praktische Tipps: u.a. erprobte Kniffe für die erfolgreiche Zusammenstellung der Flights und mögliche Stolperfallen oder sie unterstrich die Notwendigkeit, als Organisatorin auf die aktive Teilnahme am Turnier zu verzichten. Auch die Themen Vorgabewirksam ja / nein ? und Turnierpreise wurden diskutiert. Ihre Begeisterung für den grünen Sport vermittelte Frau Kammerinke sehr überzeugend während der gesamten Multimedia-Präsentation, z.B. auch mit der Einspielung einer genialen Golf-Demonstration von Fred Astaire (aus: Carefree / Sorgenfrei durch Dr. Flagg, 1938). Golf & Galopprennbahnen In Deutschland hat sich diese Kombination seit 1895 bewährt. Damals wurden die ersten neun Löcher des Bremer GC (heute: Club zur Vahr) im Innenraum der damaligen Rennbahn angelegt. Weitere Bsp. gab es in Köln, Dresden, Berlin-Ruhleben, Magdeburg, Hannover und Mannheim.
Aktuell sind dem DGA sieben Anlagen in der gesamten Republik bekannt, die sich (zum Teil) auf Galopprennbahnen befinden. Darunter ist seit 1996 mit Magdeburg ein 'alter Bekannter' - dieser Platz existierte schon von 1921 -1945. In Bad Harzburg kreuzen die Fairways der 8 und der 10 die Naturrennbahn des Vollblutgestüts, auf der jeweils im Juli eine Rennwoche stattfindet. (KS)
Golf & Natur: Marketing-Tool, Einsatz und Gewinn Rekord-Beteiligung beim XVI. Kölner Golf Gespräch am 5.11.2009. 65 Teilnehmer waren der Einladung des Deutschen Golf Archivs ins Maritim Hotel gefolgt – mit guten Grund: das Programm „Golf und Natur“ des Deutschen Golf Verbandes (DGV), das in Zusammenarbeit mit der Rasen-Fachstelle der Universität Hohenheim (RFH) , dem Greenkeeper Verband Deutschland e.V. (GVD) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) entwickelt wurde. Den Auftakt bildete die Präsentation von Hartmut Schneider, dem Leiter der RFH. Er stellte das Qualitätsmanagementprogramm unter dem Aspekt „Marketing-Tool, Einsatz und Gewinn“ vor und erklärte anschaulich dessen Inhalte.
Der erste Schritt ist
die Absichtserklärung Image-Zugewinn,
Arbeitssicherheit und Kosteneinsparung
Mitglieder haben das
Gefühl, ihren Beitrag für eine bessere Umwelt zu leisten Grundsätzlich für alle
Golfanlagen geeignet Norbert Hausen / Kuno Schuch
XV. Kölner Golf Gespräch am 5. März 2009 "Bronze - Silber - Golf" - Wird Golf ab 2016 wieder olympisch? Die internationalen Golforganisationen haben gelernt und sind auf dem richtigen Weg. Dies ist das Fazit des Gastvortrages von Dr. Stephan Wassong (Liverpool Hope University). Nach den Kurzauftritten bei den Spielen in Paris 1900 und St. Louis 1904 bemühen sich die Golfer seit den 1980er Jahren um die Neuaufnahme in das olympische Programm. 2005 in Singapur konnte sich keine der zur Wahl stehenden Sportarten während der Session des International Olympischen Komitees (IOC) durchsetzen. Anfang Oktober wird das IOC erneut abstimmen und die Golfbewerbung ist diesmal wesentlich besser aufgestellt. Seit Sommer 2008 fungiert das „Olympic Golf Committee“ der International Golf Federation als Koordinator und würde bei einer erfolgreichen Bewerbung den direkten Ansprechpartner des IOC für die weiteren Planungen darstellen. Und jetzt unterstützen alle Profi-Organisationen die olympischen Golf-Ambitionen. Dies unterstreicht auch die Auswahl des Direktors: Ty Votaw war vorher u.a. für die amerikanische Damen-Tour verantwortlich und gehörte zu den Managern der US PGA-Tour. Dort spielen jeweils die internationalen Top-Athleten. Dr. Wassong zeigte auch klar, das die Doping-Richtlinien der WADA eine weitere Hürde für die Anerkennung als olympische Sportart darstellen. Der Golfsport hat in den vergangenen Monaten in diesem Bereich nachgebessert und ist weltweit bestrebt, diese juristischen Fragen zu klären. Eine Gesprächsrunde mit der Ladies European Tour-Spielerin Bettina Hauert, dem Vizepräsidenten des DGV, Jürgen Th. Weghmann und dem Referen-ten im Anschluss an den Vortrag gab Raum für eine ausführliche Diskussion. Bettina Hauert unterstrich als ehemalige Solheim Cupperin und ‚Patin’ des DGV bei ‚Jugend trainiert für Olympia’ ihr großes persönliches Interesse an einer Olympia-Teilnahme: „Das wäre Gänsehaut pur für mich.“ Die positiven Effekte für den Golfsport hob der DGV-Vizepräsident hervor und er hofft auf einen großen Schub, nicht nur für den Leistungsbereich. Herr Weghmann erläuterte auch die hilfreichen Signale aus dem deutschen Sport auf gezielte Lobby-Aktivitäten des Verbandes. Zusammen mit dem Referenten wünschten die etwa 50 Teilnehmer der Golfbewerbung „good luck“ für die IOC-Abstimmung. Dann wird auch über die ausrichtende Stadt entschieden. 2016 könnte in Chicago, Madrid, Rio oder Tokio aufgeteet und um olympische Medaillen gescort werden.
KGG spezial am 8. Mai 2008, DSHS Köln (Hö 1) Neue orthopädische Aspekte des Amateur- und Profi-Golfsports Klaus Steinbrück ist ein Mann der Praxis. Seit 2005 ist er an der Orthopädischen Klinik Stuttgart-Botnang tätig. Bis dahin war Professor Steinbrück viele Jahre Chefarzt der Sportklinik Stuttgart.1990 organisierte er das internationale Symposium Golfsport und 1999 erschien das Themenheft Golf der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) unter seiner Regie. Zusätzlich fungierte Klaus Steinbrück als Turnierarzt der Mercedes German Masters. Er kennt die Verletzungen und Verschleißerscheinungen der Golferinnen und Golfer aus der täglichen Praxis: Welche Therapiemöglichkeiten sind effektiv und welche modernen Operationstechniken versprechen wirklich Heilung? Diese und weitere Fragen erörterte Klaus Steinbrück, ging detailliert auf orthopädische Problemzonen des Golfsports ein und gab in einer Diskussionsrunde Tipps für das tägliche Spiel.
XIV. Kölner Golf
Gespräch am 3. April 2008 Golf entwickelt sich in Deutschland immer stärker zu einem gesundheitsorientierten Life-time-Sport. Kinder erleben den Golftag an der frischen Luft, Middle-Ager finden Entspannung auf dem Platz und Best-Agern bietet das Spiel individuelle Herausforderungen mit oder ohne Leistungsdruck. Neben den vielfältigen gesundheitlichen Vorteilen wird die Initiative: Ein Schlag gegen den Schlag (Golf für Schlaganfall-Patienten) vorgestellt, die im Rheinland am Gut Clarenhof (Konzept-Golf Uli Paetzel) ein Zuhause hat.
XIII. Kölner Golf Gespräch am 25. Oktober 2007 "Eva am roten Tee" - Damengolf in Deutschland Uschi Beer war vielfache Nationalspielerin, Kapitänin der Damen-Nationalmannschaft, Geschäftsführerin der DGV-Tochter Deutsche Golf Sport GmbH und ist als Autorin und über Coaching-Angebote auch heute eng mit dem Golfsport verbunden. Mit diesen Erfahrungen gab Sie Einblicke in den nationalen und internationalen Leistungssport, stellte historische Entwicklungen dar und lenkte die Aufmerksamkeit auf Frauen, die Einfluß in der Golfszene haben: so ist z.B. Marion Thannhäuser seit Oktober Präsidentin der European Golf Association und Bettina Hauert, Kiki Schallenberg sowie Sandra Gal etablierten sich 2007 auf den internationalen Damen-Touren. Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten den ausführlichen Darstellungen und eröffneten die Fragerunde.
XII. Kölner Golf Gespräch am 6. November 2006 100 Jahre Golf in Deutschland - Episoden deutscher Golfhistorie
Volker Mehnert ist Golf- und
Reisejournalist, u.a. für die FAZ. Seit Dezember 2003 begleitet er die
Erstellung der offiziellen DGV-Chronik: 100 Jahre Golf in
Deutschland als Autor und Verlagslektor.
XI. Kölner Golf
Gespräch am 27. April 2006 Die VcG ist ein Erfolgsmodell, dies hat die Präsentation von Michael Schorn (Geschäftsführer der Vereinigung clubfreier Golfspieler in Wiesbaden) bestätigt. Auch die Projekte „Abschlag Schule“ sowie „pay & play“ werden das (öffentliche) Golfspiel in Deutschland langfristig fördern. Die Argumente, auf eigene VcG-Plätze zu verzichten, haben in der Diskussion überzeugt. Die zukünftige Entwicklung der VcG wird das DGA aufmerksam verfolgen. Mit der Art seiner Präsentation hat Herr Schorn die interessante, sachliche und kompetente Gesprächsrunde im Anschluss an seinen Vortrag begünstigt. Nach dem Golfgespräch fand ein Rundgang durch die Ausstellung: 15 Jahre Golf im Osten im Foyer der DSHS Köln statt
X. Kölner Golf Gespräch am 28. OKtober 2004 "Warum hat der Golfball so viele Dimples?" Sogar Nicht-Golfer erkennen einen Golfball an den vielen Dellen auf seiner Oberfläche. Diese so genannten Dimples besitzt z.B. auch der (Feld-) Hockey-Ball. Und nicht nur Bälle haben „Grübchen“: sowohl im Motorsport als auch bei der ICE-Entwicklung werden die physikalischen Vorteile von Dimples auf Helmen oder Zügen untersucht. Für den Golfsport sind die Eigenschaften von enormer Bedeutung, da ein gedimpleter Ball richtungsstabiler und um bis zu 70 Prozent weiter fliegt. Für mehr Auftriebskraft und damit noch mehr Weite sorgt der Backspin, den gute Golfer bei ihrem Schlag erzeugen. Dabei kommen zwischen 30-130 Umdrehungen/Sekunde zustande.
Der Referent Prof. Appel erläuterte zudem, wie durch verschiedenen Formen der Dimples (in Kreis- oder Sechseckform) und verschiedene Tiefen (0,1-0,3mm) heute über 600 verschiedene Muster existieren. Dabei ist das oberste Ziel der Entwickler eine möglichst große Abdeckung der Balloberfläche mit Dimples. Sie lag in den 1990ern bei ungefähr 80 Prozent, die durch bis zu sieben verschiedene Größen auf einem Ball erreicht wurde und heute noch höher. Neben dieser genauen Betrachtung der Konstruktionsmerkmale ging der Referent auf die geschichtliche Entwicklung des Balles ein. Ganz erstaunlich war dabei die Tatsache, dass sich die Regelgremien erst 1989 auf eine einheitliche Größe des offiziellen Golfballes einigen konnten. Zuvor wurde je nach Veranstaltungsort mit zwei unterschiedlichen Größen gespielt. Wer heute bei einem (Profi-)Turnier keine Disqualifikation riskieren will, sollte sicher gehen, dass der gespielte Ball auf einer halbjährlich erscheinenden Liste mit ca. 1.600 freigegebenen Bällen auftaucht. Am meisten interessierte die ca. 50 Zuhörer, ob eine Kaufempfehlung gegeben werden kann. Prof. Appel verwies auf die aufschlussreichen Kataloge der Hersteller, die je nach gewünschter Eigenschaft des Flug- und Rollverhaltens bzw. Spielstärke des Golfers maßgeschneiderte Lösungen anbieten.
IX. Kölner Golf Gespräch am 8. Mai 2003 Ein logischer Weg zum freien Schwung Frau Kathrin Appell (PGA-Professional in Golf Burgkonradsheim und Diplom-Sportlehrerin) stellte zusammen mit Dr. Harald Buck (Das Zentrum – Praxis für Sporttraumatologie / Köln) das Programm „Golflogic“ im Rahmen der Kölner Golf Gespräche vor. Die neunte Auflage dieser Veranstaltung fand mit 40 Teilnehmern diesmal wieder im Dorint Kongress-Hotel statt. Bei der Suche nach dem guten persönlichen Schwung wird häufig vergessen, dass die Umsetzung des biomechanischen Ideals nur über die Bewegungen des Körpers möglich ist. Individuelle körperliche Voraussetzungen verursachen zum Teil deutliche Abweichungen vom Bewegungsideal. Frau Appell verdeutlichte dies mit Videoaufzeichnungen und stellte die Auswirkungen auf Schwungmuster und Schlagergebnis aus golffachlicher Sicht dar. Die Ursachen dieser „Kompensationsbewegungen“ präsentierte Harald Buck im zweiten Teil dieses Golfgespräches. Muskelverkürzungen, Fehlhaltungen und sonstige Beeinträchtigungen bei den jeweiligen Probanden wurden über präzise Analyseverfahren erfasst und lokalisiert. Das gezielte, golfspezifische Trainingsprogramm (auf der Basis dieser Analysedaten zusammengestellt) und individuelle Verbesserungen wurden im Anschluss verdeutlicht. Dabei zeigte sich die Zusammenarbeit zwischen Golf- und Gesundheitsexperten als sehr sinnvolle Kombination. Abschließend konnten die Gäste unterschiedliche Aspekte des „Golflogic“-Konzeptes in der Praxis kennenlernen und sich mit den Referenten über weitere Details austauschen. Unter den Teilnehmern war neben mehreren Dozenten aus Paderborn und Köln auch der Golf-Professional Benjamin Schlichting, der seit einiger Zeit nach diesem Konzept trainiert.
Foto: Alexander Steinbrück |